Mittwoch, 19. Dezember 2012

"Leben, das leben will - Integrale Politik als Prozess


Artikel von Griet Hellinckx in den Integralen Perspektiven, Ausgabe 23, 12/2012

Vom 28. Juli bis 5. August 2012 fand in Vorarlberg der „Kongress für Integrale Politik“ mit etwa 120 Teilnehmenden statt. Thema des Kongresses war: „Wie wollen wir wirklich leben?“. Wer glauben möchte, dass sich bei solch einem Treffen nur Menschen zusammenfinden, die alle ohnehin gleicher Meinung sind, täuscht sich. Obwohl es sich um eine Gruppe handelte, die im Dienste des Gemeinwohls Zeit, Geld und Kraft schenkte, um an dieser Tagung teilnehmen zu können, hätte es passieren können, dass die hehren Ideale im Zusammensein unter den Tisch fallen, Frust und Ungeduld sich breitmachen und die Schattenseiten im Miteinander wachsen. 

Das Verständnis, was integral bzw. integrale Politik sei, lässt sich nicht leicht auf einen Nenner bringen. Eine mögliche Definition, die ich einem Artikel von Tom Atlee entliehen habe, ist eine dynamische, in der es weniger um Inhalte, sondern vielmehr um Prozesse geht: „Integrale Politik wäre eine Politik, die im besonderen Maße fähig ist, unterschiedliche Elemente in eine sich entwickelnde Kohärenz zu bringen, die der fortwährenden Vitalität einer Gemeinschaft dient.“

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